PRESSEBERICHTE
Deutliches Auftrags-Plus: Firmen erweitern Kapazitäten
Die Chemnitzer Wirtschaft bleibt im Aufwind
Chemnitz. Zuwachsraten im zweistelligen Bereich melden die Chemnitzer Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes für die ersten drei Monate dieses Jahres. Die Anstiege liegen nur knapp unter den Höchstwerten des Rekordjahres 2008, geht aus dem aktuellen Quartalsbericht der städtischen Wirtschaftsfördergesellschaft CWE hervor, der heute veröffentlicht wird.
"Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,8 Prozent. Das Auftragsvolumen nahm um 32 Prozent zu", zitiert CWE-Geschäftsführer Ulrich Geissler die jüngsten vorliegenden Zahlen. "Damit lag die Chemnitzer Industrie um ganze 17 Prozent über dem guten Bundesdurchschnitt von 15 Prozent", so Geissler.
Besonderen Anteil an dieser Bilanz hat dem CWE-Chef zufolge der Maschinenbau, der ein Umsatzplus von 55,6 Prozent sowie 61 Prozent mehr Auftragseingänge und damit ein noch höheres Wachstum verzeichnet habe als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Hersteller von Metallerzeugnissen registrierten demnach um 48,6 Prozent mehr Umsatz und eine Zunahme der Aufträge um 39,4 Prozent.
Erst vor wenigen Tagen hatte die Chemnitzer Industrie- und Handelskammer (IHK) bekannt gegeben, dass der sogenannte Geschäftsklima-Index befragter Unternehmen in Südwestsachsen mit 125 von maximal 200 möglichen Punkten im Frühjahr 2011 so hoch lag wie noch nie seit dem Jahr 2000. Dieser Index setzt sich zusammen aus der Beurteilung der gegenwärtigen Lage durch die Unternehmensleitungen und ihrer Einschätzung der Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten.
Ebenfalls an der Carl-von-Bach-Straße hat das Unternehmen EPA-Schweißtechnik gerade seinen neuen Firmensitz eröffnet.
Als Folge der gut gefüllten Auftragsbücher und des in den Chefetagen herrschenden Optimismus' nimmt laut IHK die Investitions- bereitschaft der Betriebe zu. Jedes dritte Industrieunternehmen habe höhere Investitionen angekündigt. Zudem wollen nach IHK-Angaben 16 Prozent der Firmen in den nächsten Monaten weitere Mitarbeiter einstellen, während 8 Prozent Personalabbau planen. Seit April 2010 verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen in Chemnitz um etwa 1800 auf rund 15.000.
Aktuelle Beispiele für die positive Entwicklung sind die Chemnitzer Unternehmen EPA-Schweißtechnik und Steelconcept. Die Firma EPA, die moderne Schweißtechnik vertreibt, hat gerade die Neueröffnung ihres Firmensitzes an der Carl-von-Bach-Straße im Gewerbegebiet an der Jagdschänkenstraße gefeiert. "Damit sind wir für die wachsenden Anforderungen von Reparaturen und Dienstleistungen in der Industrie gerüstet", sagte Geschäftsführer Jens Eberlein. Gegenüber dem alten, zu eng gewordenen Standort an der Saydaer Straße ist die Beschäftigtenzahl bereits von sechs auf zehn gestiegen. Ein elfter Mitarbeiter kommt ab Juni noch hinzu, kündigte Eberlein an.
Ebenfalls einen Neubau an der Carl-von-Bach-Straße will im August das Stahlbauunternehmen Steelconcept beziehen. Baubeginn war vor sechs Wochen. Nachdem der Firma aufgrund ihres Wachstums schon die bisherigen Räume an der Heinrich-Lorenz-Straße zu klein geworden sind, musste auch die Investition am neuen Standort gegenüber den ursprünglichen Plänen von 2,0 auf rund 2,3 Millionen Euro aufgestockt werden. "Die Nachfrage nach unseren Stahlkonstruktionen ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 Prozent gestiegen", begründete Geschäftsführer Roger Herold. Die Mitarbeiterzahl bei Steelconcept soll mit dem Umzug von 23 auf 27 wachsen.
Bildtext: Dieses moderne Produktions- und Verwaltungsgebäude der Chemnitzer Firma Steelconcept entsteht zurzeit an der Carl-von-Bach-Straße im Gewerbegebiet an der Jagdschänkenstraße. Es soll ausschließlich mit Erdwärme sowie Abwärme aus der Produktion beheizt werden. Foto: Furoris X Art

