PRESSEBERICHTE
Gewerbegebiet bekommt Zuwachs
METROM und millfax werden in Hartmannsdorf heimisch
blitzpunkt 24.04.2010
Seit kurzem hat das Gewerbegebiet in Hartmannsdorf Zuwachs bekommen. Die Firma METROM Mechatronische Maschinen GmbH und millfax GmbH sind in ihre 640 Quadratmeter große Fertigungshalle eingezogen. Unter den Gratulanten befand sich auch die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Sabine von Schorlemer. »Die neuen gemeinsamen Produktionsstätten von METROM und millfax sind sichtbare Zeichen dafür, wie schneller Wissens- und Technologietransfer zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Hier werden Wissenschaft und Praxis miteinander verknüpft, indem Forschungsergebnisse zeitnah der industriellen Nutzung zugeführt werden« betonte die Wissenschaftsministerin anlässlich der Einweihung. Bislang fand das Unternehmen gute Entwicklungsbedingungen im Technologie Centrum Chemnitz, kämpfte aber schon seit Jahren mit dem steigenden Platzbedarf. Michael Schwaar, Geschäftsführer der METROM GmbH, sagte: »Wir konnten mit der bestehenden Raumsituation nicht mehr länger arbeiten. Nun hat das Improvisieren und Umbauen verschiedener technischer Abläufe ein Ende.« Roger Herold, Geschäftsführer der steelconcept GmbH, war nach dem ersten Gespräch mit Michael Schwaar klar, dass es sich bei dem bevorstehenden Projekt um einen ganz besonderen Neubau handeln würde: Genau das Richtige für die Stahlbauer von steelconcept.
Das Familienunternehmen METROM ging 2001 als Ausgründung aus dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz hervor und erhielt 2009 den Sächsischen Innovationspreis für den Pentapod, eine mobile Fünf-Achs-Werkzeugmaschine. Der Pentapod kann Werkstücke fräsen, drehen, mit Laser bearbeiten und Glas schneiden. METROM entwickelt und fertigt mechatronische Maschinen auf der Basis ihrer patentierten Parallelkinematik. Die Firma von Sohn Torsten Schwaar, millfax, wurde 2005 von drei Studenten gegründet und ist heute ein Fertiger von anspruchsvollen Teilen für den Maschinenbau, für die Energietechnik und für die Luftfahrt. Das Unternehmen ist Dienstleister im Bereich Prototypenbau und Kleinserienfertigung und kooperiert mit METROM. In beiden Unternehmen sind insgesamt 15 Mitarbeiter beschäftigt.
Bürgermeister Uwe Weinert bekundete seinen Stolz über den gewählten Firmenstandort im Gewerbegebiet der Gemeinde. »Die Struktur ist ausgeglichen und vom gesunden Mix geprägt. Die Firmen im Gewerbegebiet stellen über 4.000 Arbeitsplätze zur Verfügung«, so das Gemeindeoberhaupt, welches einen Laubbaum als Geschenk überreichte. »Die Firma solle genauso gut wachsen wie der Baum.« Mit der Aussage »Ich bin ein Hartmannsdorfer« hatte Firmenchef Michael Schwaar im Fraunhofer Institut seine Wahl des jetzigen Standorts begründet. Institutsleiter Reimund Neugebauer hatte ihn schweren Herzens ziehen lassen und lobte besonders die Bilderbuchentwicklung des Unternehmens. »Bei METROM erfolgt die Einbindung junger Leute auf besondere Weise. Dies sollte ein Signal an andere Unternehmer sein, wie man sich qualifizierten Nachwuchs heranzieht«, betonte Neugebauer in seinem Grußwort. »Die Entwicklung unserer Firma hing entscheidend davon ab, dass wir die Möglichkeit hatten, unsere Maschinen im Fraunhofer Institut auszuprobieren«, erklärte Schwaar. Gleichfalls bedankte er sich bei allen Firmen, die bei der Fertigstellung des neuen Firmensitzes mitgewirkt haben und die zur Einweihung ihre Glückwünsche überbrachten.
Foto: Jenny Riedel

